Ve dnech 1. – 9. března 2008 se uskutečnila v pořadí již patnáctá studentská výměna mezi naším gymnáziem Dr. Randy a gymnáziem Jakob Brucker v Kaufbeurenu…

Účastníky výměny se stali studenti mezi 15 a 18 lety, kteří měli nejen odvahu vyjet do cizojazyčného prostředí a v rodinách hostitelských partnerů strávit 9 dní, ale též chuť, zvídavost a bezesporu velké nadšení učit se německý jazyk a poznávat zvyky jiné kultury.

Mohu-li z pohledu pedagoga zhodnotit proběhlou výměnu, skutečně s nadšením shledávám, že se vskutku vydařila. A to zejména díky skvělému kolektivu mladých lidí, s nimiž jsme cestu do bavorského Kaufbeuren podnikli. A ani vichřice Emma, která nám při odjezdu z Čech řádila doslova za zády, nám nemohla ani trochu z pěkných zážitků odnést.

15. Schüleraustausch mit Tschechien

Gippner – In der Zeit vom 1. bis 9. März 2008 besuchte uns wieder eine Schülergruppe aus Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neiße). In diesem Jahr ist der Schüleraustausch inhaltlich mit dem Projekt „Vielfalt tut gut“ verknüpft. So lautete das Rahmenthema des Austausches „Zwischen Welten“ – genauso wie die von uns geplante Ausstellung.

Mit fünfzehn Jahren war Klára Kousalová die jüngste Teilnehmerin. Sie hat ihre Eindrücke von der Schülerbegegnung in Kaufbeuren zusammengefasst. Dr. Erika Doležalová, die tschechische Betreuungslehrerin, hat ihren Aufsatz für uns ins Deutsche übersetzt:

Voll Vorfreude und Erwartung begannen wir am Samstag, 1. März, früh um 7 Uhr unsere mehr als zwölfstündige Reise ins Allgäu. Unsere Fahrt wurde durch den Sturm „Emma“ noch zusätzlich verlängert: Bäume stürzten auf die Bahngleise, in manchen Gebieten waren die Flüsse über die Ufer getreten, der Regen trommelte auf das Zugdach – es war unheimlich! Dank der Deutschen Bahn kamen wir mit nicht mehr als zweistündiger Verspätung an. Wir durften nämlich mit dem ICE von Nürnberg nach München fahren, obwohl wir nur ein Wochenendticket hatten.

Den Sonntag verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, die uns freundlich aufnahmen. Am Montag erwartete uns die herzliche Begrüßung durch Herrn Hübner und den Elternbeirat im JBG. Der zwölfjährige Michael Gusyev spielte uns auf dem Klavier vor. Alle waren begeistert. Anschließend empfing uns der gerade wiedergewählte Oberbürgermeister von Kaufbeuren im Rathaus und sprach lange Zeit mit uns über die Beziehungen zwischen unseren Städten. Danach gingen wir – wie in den folgenden Tagen – in die schöne, neue Mensa, wo es uns ausgezeichnet schmeckte.

In der Schule nahmen wir an einigen interessanten Stunden teil und konnten so unsere Deutschkenntnisse verbessern. Wir erfuhren viel über die Entstehung unserer Schulpartnerschaft (Herr Wonka), über den deutschen Widerstand im Dritten Reich (Herr Knab) und die Gründung von Neugablonz nach dem Zweiten Weltkrieg (Herr Weirich). Die Neugablonzer Geschichte hängt eng mit unserer Heimatstadt zusammen. Natürlich hatten wir nicht nur Unterricht, sondern besuchten auch das Isergebirgsmuseum in Neugablonz und erhielten eine Stadtführung durch Kaufbeuren (Frau Zedlitz). Sehr positiv fand ich auch die Lateinstunde bei Herrn Sagstetter, denn wir haben an unserer Schule kein Latein.

Gut gefiel uns allen der interkulturelle Workshop „Building Bridges“, bei dem wir lernten, uns in andere Kulturen hineinzuversetzen, und auch über nationale Stereotype sprachen. Der interkulturelle Arbeitskreis interviewte uns zu aktuellen Fragen des Schüleraustausches. Es war das erste Mal, dass wir in ein Mikrofon sprechen mussten! O weh! Unser Programm wurde noch bunter durch einen Kinobesuch in Kaufbeuren und eine Theaterfahrt nach München („Macbeth“ im Volkstheater).

Der Höhepunkt der Woche war der Besuch der bayerischen Metropole München am letzten Schultag, wo wir an einer interaktiven Führung durch das Jüdische Museum teilnahmen. Zusammen mit unseren deutschen Partnern mussten wir Informationen über Ausstellungsstücke sammeln und anschließend der Gruppe auf Deutsch und auf Tschechisch präsentieren. Trotzdem hatten wir genügend Freizeit, um die Atmosphäre von München genießen zu können.

Wie die Woche anfing, so endete sie auch: Den letzten Tag vor der Abfahrt verbrachten wir wieder mit unseren Familien. Wir bedanken uns herzlich bei den Gastgebern, der Schulleitung, dem Elternbeirat und den Lehrern und vor allem bei Frau Gippner für ihr großes Engagement.

Ich freue mich schon auf die letzte Juniwoche, wenn sich unsere Rollen vertauschen und unsere Partner zu uns nach Tschechien kommen werden. Ich hoffe, dass wir auch so gute Gastgeber wie unsere deutschen Freunde sein werden.